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In amerikanische Herzen geturnt (und geblödelt)

D’Holmikers und die Barrenriege des TV Mels präsentierten ihr Können anlässlich des Virginia International Tattoo in Norfolk einem begeisterten amerikanischen Publikum.

Auch der fünfte Abstecher nach Nordamerika wird als ein Highlight in die Analen des TV Mels eingehen. D’Holmikers und die Barrenriege ernteten von den insgesamt rund 25’000 Zuschauern des Virginia International Tattoo tosenden Applaus.

Die Melser sorgten beim stark von Militarismus und Patriotismus geprägten Anlass in der US-Küstenstadt Norfolk für Abwechslung. Das Publikum lachte sich fast krumm ob der Holmikers-Version von „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Besonders gut kam an, dass die böse Hexe den Macho-Prinzen, der Schneewittchen anfänglich nach allen Regeln der Kunst anbaggert, in einen vom andern Ufer verwandelt. Als einer der Publikumslieblinge entpuppte sich jener mutige Zwerg, der den Kampf gegen die hässliche Schrulle mit nacktem Oberkörper und Urwaldgebrüll aufnimmt. Oder der Punkzwerg mit lila gefärbten Haaren, welcher auf seiner Gitarre ein paar Klassiker zum Besten gibt und als Dank dafür von der Hexe verdroschen wird. Mit dem armen Schneewittchen, das in der Gunst der Zuschauer wohl ganz zuoberst stand, hatten wohl viele Mitleid. Kein Wunder bei all den knochenbrecherischen Einlagen!

„Mels Gymnastic Team“

Bei ihrem ersten Abstecher über den grossen Teich sicherte sich auch die Barrenriege viele Sympathien. Dass der Turnverein Mels in den Staaten kurzer Hand in „Mels Gymnastic Team“ umbenannt wurde, wirkte sich keineswegs negativ auf die Qualität des Programms aus. Sektionsturnen, eine Form des Turnens, die ausserhalb der Schweiz kaum praktiziert wird, schien den Amis äusserst gut zu gefallen – insbesondere den 7000 Schülern, welche die Scope Arena an der Kindervorstellung bis auf den letzten Platz gefüllt hatten. Als die Melser zu Musik der Boygroup „Backstreet Boys“ zu schwingen begonnen hatten, sangen die 7000 aus voller Kehle mit, so dass es wohl manchem Turner kalt den Rücken runtergelaufen ist.

Strammstehen und Nationalhymne

Die rund zweistündige Show ging jeweils mit dem Aufmarsch aller Mitwirkenden zu Ende. Jeder stellte sich an seinen fix zugeteilten Platz und durfte sich während einer knappen halben Stunde nicht von der Stelle rühren. Während diesen endlosen Minuten wurden jeweils ausgewählte Nationalhymnen teilnehmender Länder gespielt. So war nebst der griechischen, neuseeländischen, britischen, kanadischen und amerikanischen Landeshymne einmal auch „Trittst im Morgenrot daher“ zu hören. Im Gegensatz zu den Nati-Fussballern bei Länderspielen sangen die Melser Turner aber kräftig mit…

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