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Der Beste Von 916 Sechskämpfern

Der beste von 916 Sechskämpfern

Beitrag aus dem Sarganserländer vom 18. Juni 2019

Von Philipp Bärtsch und Rico von Rotz

Der Turnverein Mels hat am ersten Wochenende des «Eidgenössischen» in Aarau gleich mehrere Glanzresultate feiern können. Ralf Kurath gewann den Leichtathletik-Sechskampf und führt mit seinen Kollegen auch im LMM. Der Kunstturner Kilian Schmitt und das Leichtathletikduo Chiara Gartmann/Joel Schrepfer wurden Zweite.

916 Klassierte gab es im Sechskampf der Männer, und an der Spitze der ellenlangen Rangliste stand ein Melser: Ralf Kurath. Mit besserem Beispiel kann ein Riegenleiter nicht vorangehen. Kurath setzte sich mit 46 Punkten Vorsprung auf Mario Bächtiger vom STV Eschenbach durch. «Ich hätte niemals damit gerechnet, mich in diesem riesigen Teilnehmerfeld durchzusetzen», sagte Kurath nach dem grössten Erfolg seiner Leichtathletikkarriere. Als Bub war er 2008 als Sieger am Migros-Sprint-Final der schnellste Zwölfjährige der Schweiz gewesen.

Ralf Kurath führt zusammen mit Stephan Bärtsch, Tobias Castelberg, Martin Moser und Tim Bezemer auch den Männerwettkampf im Leichtathletik-Mannschafts-Mehrkampf an. In ähnlicher Besetzung hatte diese Melser Leichtathletikgeneration am nationalen LMM-Final 2017 triumphiert. Ob es auch diesmal für ganz nach vorne reicht, entscheidet sich am Donnerstag, wenn die letzten Vereine im Einsatz sind.

Schmitt auf Topniveau

Kilian Schmitt turnte wohl einen seiner besten Wettkämpfe im Programm 5, der zweithöchsten Kategorie im Kunstturnen. Der 15-Jährige konnte alle Übungen sauber durchturnen. Einzig an den Ringen musste er bei der Landung einen Abzug wegen eines Sturzes hinnehmen. An seinem Spezialgerät Reck brillierte Schmitt mit der besten Note aller 37 Teilnehmer – er wurde um mehr als sieben Zehntel höher benotet als der zweitbeste Reckturner. In der Endabrechnung erreichte Schmitt den hervorragenden 2. Rang hinter dem Schweizer Meister Jan Imhof vom TV Maisprach. Dieser ETF-Podestplatz im P5 ist für den früheren Schweizer Meister im P1 einer der schönsten Erfolge der Karriere.

Für den dritten Melser Podestplatz waren Chiara Gartmann und Joel Schrepfer verantwortlich. Sie waren das beste U-20-Duo in der Sie+Er-Leichtathletik. Weil die Nachwuchskategorie kurzfristig mit der Seniorenkategorie zusammengelegt wurde, verwandelte sich der vermeintliche Sieg allerdings in einen 2. Platz. Mit Jeannine Scherzinger und Levi Bislin im 5. Rang klassierte sich ein zweites Melser Sie+Er-Team unter den ersten zehn.

Ebenfalls ein starker Wettkampf gelang dem zweiten Melser Kunstturner in Aarau, Nico Alder im Programm 3. Auch Alder konnte seine Übungen auf eindrückliche Art und Weise darbieten. Am Pferdpauschen musste er jedoch einen Sturz in Kauf nehmen. Am Schluss reichte es Alder für den 10. Platz.

Nico Alder begann seine Turnkarriere wie Kilian Schmitt im Trainingszentrum Maienfeld, das in der Ausbildung der jungen Kunstturner mit dem TV Mels kooperiert. Für interessierte Kinder der Jahrgänge 2013 und 2014 findet diesen Mittwoch (19. Juni) von 17.30 bis 19.00 Uhr ein Schnuppertraining in der Kunstturnhalle Maienfeld statt. Es ist keine vorgängige Anmeldung nötig.

Sieben weitere Melserinnen und Melser gewannen in den Einzelwettkämpfen eine der begehrten Auszeichnungen: Im Geräteturnen belegte Timo Segrada den 27. Rang im K6, Robin Ackermann den 36. Rang im K7, Elina Good den 43. Rang im K6 sowie Lara Hobi den 51. Rang in der gleichen Kategorie. Im K6 traten nicht weniger als 544 Turnerinnen an. Im von Ralf Kurath gewonnenen Sechskampf holten auch Stephan Bärtsch als 48., Martin Moser als 56. und Tobias Castelberg als 90. die Auszeichnung. Der Leistungsträger Tim Bezemer musste den Wettkampf wegen einer Verletzung abbrechen.

«Hühnerhaut-Feeling pur»

Mit einer Grossdelegation von 82 Teilnehmenden und nochmals so vielen Leitern und Angehörigen reiste die Jugend des TV Mels an den Vereinswettkampf. In der 1. Stärkeklasse, der Königskategorie, resultierte der tolle 16. Rang unter 141 Vereinen. Mels trat in den Disziplinen Barren, Schulstufenbarren, Sprünge, Team-Aerobic, Weitsprung, Ballwurf und als Krönung mit sämtlichen 82 Kindern und Jugendlichen in der Pendelstafette an.

«Die Pendelstafette – das war Hühnerhaut-Feeling pur», sagte der «Missionschef» Urs Bruggmann. Er und die vielen weiteren Leiterinnen und Leiter konnten stolz und zufrieden feststellen, dass die diversen Jugendriegen am ETF zu einem Gesamtverein verschmolzen. «Ich glaube, das Turnfestfieber hat alle gepackt», sagte Bruggmann.

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